Kwon Ki Do
Kwonkido

心身拳法空手流

ShinShin Kenpō Karate Ryū -

Kwon Ki Do

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie, findet unser Training online statt. Ihr könnt euch dafür wie gewohnt einfach über die VHS Deidesheim anmelden.


Ab Januar Onlinekurs - Shin Ki Kuatsu - gesundes Bewegen der Gelenke und Muskeln.


Zur VHS Deidesheim und unseren Kursen


Wir sind ein Shibu dōjō 支部道場 des Budostudienkreises, einer Organisation zur Erforschung des klassischen Budo und der traditionellen Kampfkünste. Weitere Informationen zum BSK findet ihr hier:


Budostudienkreis

Was ist Kwon Ki Do - ShinShin Kenpō Karate Ryū



Kwon Ki Do oder ShinShin Kenpō Karate Ryū ist eine Kampfkunst, welche von Sensei Yaron Shelby Perez entwickelt wurde.

Beeinflust durch seine Erfahrungen und jahrelangem Training unter diversen Meistern und Lehrern,

wurde diese Kampfkunst geschaffen und heute in Deidesheim (Weinstraße) unterrichtet.


Sie ist eine Symbiose aus klassischen Elementen alter Systeme, in Kombination mit effektiven und modernen Selbstverteidigungselementen.


Ebenso ist ein eigenes Schwertkampfsystem (Katana) integriert.


Kwon Ki Do ist darauf ausgelegt, einfache und effektive Techniken in Anwendung zu bringen. Das System an sich ist wenig verschlüsselt und bietet eine interessante Struktur aus Basistechniken (Kihon), Kampftechniken (Jiyu-Waza), Selbstverteidigung (Goshin) und Formen (Kata). Noch mehr Infos findet ihr hier.


Unsere Kampfkunst verzichtet auf Wettkämpfe und Turniere. Wir stehen für Toleranz, Menschlichkeit, Mitgefühl und bilden

eine starke Gemeinschaft. Jeder ist willkommen, sich in einem Probetraining ein Bild zu machen.

Wir verfolgen keinerlei politische- oder religiöse Interessen.




Kwon Ki Do - ShinShin Kenpo Karate Ryu


Shin bedeutet "Geist, Herz, Gemüt" - Ki bedeutet "universelle Energie, Lebenskraft" - Kuatsu bedeutet "Technik des Lebens,

Rückkehr des Lebens".


Die Corona Pandemie verlangt von uns allen viel ab. Deshalb möchten wir Ihnen mit diesem Kurs
eine Möglichkeit bieten, online, ohne von zu Hause weg zu müssen etwas für Ihre Beweglichkeit und Gesundheit tun zu können.


Yaron Shelby Perez kombiniert in diesem Kurs seine über Jahrzehnte gesammelte Erfahrung und sein Wissen aus den Bewegungslehren der traditionellen asiatischen Kampf- und Bewegungskünste, sowie aus alternativen westlichen Bewegungs-

und Gesundheitslehren.


Das Übungskonzept enthält Elemente aus Tai-Chi, Qi-Gong, Yoga, Kwon Ki Do, Karate Do, Kung Fu, Sportrehabilitation, Stretching, Wirbelsäulengymnastik, Aufmerksamkeits- und Atemtraining.


Die einzelnen Bestandteile sind zu effektiven und Gesundheitsfördernden Bewegungen und Bewegungsabläufen zusammengefasst.
Geeignet für Menschen jeden Geschlechts und Alters. Ab 16 Jahren.


VHS Deidesheim - Shin Ki Kuatsu














Shin Ki Kuatsu

Trainingszeiten / Trainingsorte


Das Kwon Ki Do Training findet statt:


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Yaron Shelby Perez begann mit dem Training der Kampfkünste in den 1980iger Jahren. Die ersten Jahre beschäftigte er sich mit den Kampfkünsten als Wettkampfsport und nahm an einigen Voll- und Semikontaktturnieren teil.


Da er sich irgendwann auch mehr nach der Philosophie und den geistigen Werten der Kampfkünste sehnte beschloss er, verschiedene Stile und Lehren zu erforschen.


Unter anderem das Chinese Temple Boxing (bei Großmeister Frankie Dow), das Shotokan Kenpo Karate (Sensei Werner- und Sensei Christian Lind) Escrima, Aikido, Gumdo, Muay Thai und Wing Tsun.


Nach Jahren der Recherche und Erfahrung, lernte er den BSK und seine Lehrer kennen, welchen er heute als seine „ideale Kampfkunstheimat“ bezeichnet.


Er entwickelte über Jahre seine eigene Form der Kampfkunst, dass

Kwon Ki Do, welches er in Deidesheim unterrichtet.


Sensei Yaron Shelby Perez ist direkter Schüler (uchi deshi) von Sensei Christian Lind.




6. DAN Kwon Ki Do

-

ShinShin Kenpo Karate Ryu


Sensei Shin Ki Kuatsu


Sportrehabilitationstherapeut


Fitnesstrainer B-Lizens


Cardiotrainer


Sensei Yaron Shelby Perez

Mehr über Kwon Ki Do

Letztendlich entstand Kwon Ki Do oder das ShinShin Kenpō Karate Ryū aus der Idee heraus, eine Kampfkunst zu entwickeln, die wenig verschlüsselt ist, moderne Anwendungen von Techniken mit alten traditionellen Prinzipien verbindet und welche man unabhängig von Alter, Geschlecht und eventuellen Gebrechen, sein Leben lang üben und anpassen kann.


Der Grundstein wurde im Jahre 2006 gelegt und Kwon Ki Do ist noch lange nicht fertig. Es lebt, wie jede gute Kampfkunst, von stetigem offen sein gegenüber anderen Künsten, dem regelmäßigen Üben und Trainieren sowie der absoluten Bereitschaft zur Gewaltlosigkeit. Viele werden sich vielleicht die Frage stellen wie es vereinbar ist, eine Kunst zu praktizieren, bei welcher man Bretter zerschlägt, auf Pratzen schlägt und tritt, oder mit einem Schwert Schnittübungen macht und man dann Gewaltlosigkeit als eines der obersten Prinzipien lebt und vertritt.


 Man kann eine Einleitung zur Erklärung dieses Prinzips am besten mit einem Zitat von Hermann Hesse beginnen:


"Die Gewalt ist das Böse und die Gewaltlosigkeit der einzige Weg derer, die wach geworden sind.

Dieser Weg wird niemals der aller sein und niemals der der Regierenden und derer,

die die Weltgeschichte machen und die Kriege führen.

Die Erde wird nie ein Paradies und die Menschheit nie mit Gott Eins und versöhnt sein.

Aber wenn man weiß, auf welcher Seite man steht, lebt man freier und ruhiger.

Immer muß man auf Leiden und Vergewaltigung gefaßt sein, niemals darf man selbst zum töten bereit sein."


Hermann Hesse


Um ein noch tieferes Verständnis über diesen Leitsatz zu schaffen,

möchte ich hier mit der Interpretation über "Karate ni sente nashi - Im Karate gibt es keinen ersten Angriff"

von Sensei Werner Lind fortfahren.


Selbstverständlich gilt dieser Leitsatz nicht nur für Karate, sondern auch für das Kwon Ki Do:


Dieser Leitsatz (kaisetsu) ist einer der bekanntesten in der Literatur des budō.

Er wurde von Meister Funakoshi Gichin in das Karate gebracht (karatedō nijūkkajō und shōtō nijūkun),

stammt jedoch ursprünglich aus dem japanischen bushidō, wo er besagte,

dass ein Samurai in jeder Situation einen beherrschten Geist bewahren muss und das Schwert

nicht wegen jeder Provokation oder Kleinigkeit ziehen darf.


Durch diese Regel wird der Übende an die Bedeutung des ruhigen und kontrollierten Geistes (heijōshin kore michi) erinnert,

durch den sich in den Kampfkünsten der reife Meister vom Anfänger unterscheidet.

Im karatedō wurde die Bedeutung erweitert. Sie passte sich der stärker ausgeprägten philosophischen Tendenz

des budō an und verkörpert darin den Wunsch des in den Kampfkünsten gereiften Menschen nach Frieden und Harmonie.

In den kata des karatedō wird dies symbolisch verdeutlicht, indem jede erste und letzte Technik eine Abwehr ist.


Erste Bedeutung


Karate ni sente nashi wird auch im modernen budō häufig als Dōjō-Leitsatz verwendet,

aber selten beachtet. Im ursprünglich traditionellen Sinn, in dem dieser Leitsatz gegründet wurde,

enthielt er zwei philosophische Aspekte. Zum ersten zeigt er an,

dass die Kampfkünste zur Selbstverteidigung und nicht zum Wettbewerb gedacht sind,

in dem eine zu große Betonung auf der Taktik von Angriffstechniken liegt.


Die traditionellen Meister sehen in den akzentuierten Angriffsübungen der sportlichen Varianten

eine Verletzung dieses Prinzips und ein schwaches Kampfkunstpotential,

da sie im Übenden falsche innere Haltungen hervorrufen, die dem Geist des budō widersprechen.

Meister Funakoshi selbst erlaubte nie die Übung von Angriffstechniken im Training.


Diese Interpretation des Leitsatzes ist mit der Budō-Philosophie des sen no sen und go no sen verbunden.

Das Ergreifen der Initiative in gleich welcher Selbstverteidigungssituation ist lebensnotwendig.

„Es gibt keinen ersten Angriff“ bedeutet aber, dass ein Kampfkunstexperte in der Selbstverteidigung nie angreift,

sondern abwehrt und im äußersten Ernstfall kontert. Das Maß einer Selbstverteidigungshandlung

wird vom Geist bestimmt, und deshalb hängt die Verwirklichung von karate ni sente nashi

eng mit der Entwicklung eines gerecht empfindenden Geistes zusammen (karate wa gi no tasuke).

Zum zweiten drückt der Spruch den friedvollen Geist des in den Kampfkünsten gereiften Menschen aus,

der Bescheidenheit und friedliches Zusammenleben vor egoistische Ziele stellt.

Die Praktiken des Wettbewerbs, Siege nach Punkten zu erringen und auf diese Weise den Besten zu ermitteln,

werden als Verletzung dieses Prinzipes bezeichnet, da sie für einen reifen Geist unwürdig

und für einen naiven Geist verantwortungslos sind.

Karate unter diesem Zeichen zu unterrichten, gilt als Umkehr seines Sinnes und als Verletzung der Ethik.


Zweite Bedeutung


Die zweite Bedeutung bezieht sich nicht nur auf die Kampfkünste, sondern auf die allgemeine Haltung (shisei)

des Menschen gegenüber dem Leben. Das friedliche Zusammenleben der Menschen ist nach wie vor ein akutes Problem,

dessen Bewältigung weit mehr in der Reife und dem Willen zum Frieden im einzelnen liegt

als in der Suche nach übergeordneten Auswegen.

Häufig setzen Menschen den Frieden als von ihnen unbeeinflussbares politisches Ereignis voraus,

doch in Wirklichkeit ist er ein Resultat ihres kleinen Wollens und beginnt in den unscheinbaren Handlungen des Alltags.

Karate ni sente nashi verweist darauf und mahnt den Menschen zur Selbstbesinnung und zu friedlichen Alternativen.

Geistiges Wesen zu sein bedeutet, diese Alternativen zu suchen und zu finden,

denn sie sind die Zukunft von morgen. Der Grund, warum der Wettkampf als Verletzung dieses Prinzips gilt,

ist der dem budō entgegengesetzte Geist, der durch seine Ziele gefördert wird.


Im budō übt sich der Mensch, um sich selbst zu besiegen, im Wettkampf übt er sich, um andere zu besiegen.

Die Ziele des Wettkampfes betonen eben jene Formen der Selbstverwirklichung im Streben,

die durch die Übung des budō unter Kontrolle gebracht werden sollen, weil sie in ihren verschiedenen Facetten als die Ursache des Ungleichgewichtes gelten, das vom unreifen menschlichen Geist angerichtet wird.


Beispiele aus dem Leben


Meister Funakoshi spricht diesbezüglich vom „Mann des Tao“, von dem er sagt,

dass je mehr Ehre oder Verdienste er erreicht, umso unscheinbarer und unwichtiger er sich selber hält:


„Wenn ein Mann des Tao den ersten Dan erhält, wird er voller Dankbarkeit seinen Kopf beugen.

Wenn er den zweiten Dan erhält, wird er seinen Kopf und seine Schultern beugen.

Wenn er den dritten Dan erhält, wird er sich tief bis zur Hüfte beugen und still nach Hause gehen,

damit ihn keiner sieht. Wenn der kleine Mann seinen ersten Dan erhält,

wird er nach Hause laufen und es jedermann erzählen.

Erhält er seinen zweiten Dan, wird er auf die Dächer klettern und es jedem zurufen.

Erhält er seinen dritten dan, wird er in sein Auto springen und hupend durch die Stadt fahren.“


In diesem Beispiel liegt die gesamte Erklärung des karate ni sente nashi.


Quelle: Budopedia -

http://www.budopedia.de/wiki/Karate_ni_sente_nashi



Ein weiterer wichtiger Leitsatz des Kwon Ki Do ist " WAZAWAI WA GETAI NI SHOZU -

Unglück entsteht immer durch Unachsmkeit".


"Was Menschen Glück und Unglück nennen,

ist nur der rohe Stoff dazu;

Am Menschen liegt's, wozu er ihn formt."


Otto Ludwig


Die Aufmerksam- oder Achtsamkeit in den traditionellen Kampfkünsten wird 

auch mit "Zanshin - wachsamer oder aufmerksamer Geist" beschrieben.

Doch was ist das und was bedeutet es? Man kann diesen Begriff in den Kampfkünsten

erklären und auch im Alltag. Im Endeffekt wollen beide Erklärungen auf den gleichen Weg führen:


Zanshin – Die Aufmerksamkeit


Du sollst die Haltung eines Tigers haben und nicht die eines schlafenden Schweins

heißt es in der Philosophie des budō. Das schlafende Schwein kann nichts für seine Haltung,

doch der budōka ist für sich selbst verantwortlich.


"Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit" sagte Meister Funakoshi.

Es beginnt mit den unscheinbaren Situationen im Leben, in denen durchaus liebenswürdige Menschen

gegenseitige Beziehungen verletzen, weil sie es versäumen, im richtigen Moment das Richtige zu tun.

Es pflanzt sich fort, wenn Menschen liebgewonnene Freundschaften verlieren,

weil sie sie durch Unaufmerksamkeit nur noch oberflächlich pflegen.


Und es endet damit, dass ein ständig unkonzentrierter Mensch vor anderen wenig gilt,

da man außer oberflächlichen Angelegenheiten mit ihm keine Bindungen eingehen kann.

Der Mangel an Aufmerksamkeit ist kein natürlicher Zustand, sondern eine schlechte Angewohnheit.

Ein karateka kann seine Aufmerksamkeit durch Übung immer verbessern.


Wenn er aber sicher sein will, dass ihm alles misslingt, braucht er nur immer unaufmerksam zu sein.


Zanshin in den Kampfkünsten


In den Kampfkünsten bedeutet zanshin der Zustand des Geistes, aus dem heraus man in der Lage ist,

unbefangen und frei vom Ende einer Bewegung in die nächste überzugehen.

In diesem Zustand konzentriert sich der Geist ganz in der Gegenwart.

Wenn man in einer wirklichen Kampfsituation den Geist durch irgendeinen Umstand fixiert,

bedeutet dies den sofortigen Verlust des zanshin und gleichzeitig auch die Niederlage.


Man muss es lernen, sich so vollkommen auf seine Handlungen zu konzentrieren,

dass man zur unstörbaren Einheit mit seinen Bewegungen wird.

Eins mit der Bewegung zu sein, so dass keine Kraft von außen diese Einheit zerstören kann,

das ist der Zustand von zanshin.


Ein Ausdruck von zanshin ist es nicht, wenn sich der Körper in Wartesituationen ungeduldig verspannt

oder wenn die Aufmerksamkeit nach der Handlung auf den Nullpunkt sinkt.

Nach außen hin ist zanshin von neutralem Ausdruck und strahlt gelassene Ruhe aus.

Die Aufmerksamkeit ist eine innere Bewegung, die ein Meister der Kampfkünste zulassen kann,

um sich in die Bereitschaft zu versetzen, jede äußere Bewegung wahrnehmen und auf sie reagieren zu können.


Zanshin drängt sich der Situation nicht auf, sondern ermöglicht dem Übenden die perfekte Anpassung an die Situation.

Ein äußerer Ausdruck von aggressiver Ungeduld und Willensspannung ist das Gegenteil von zanshin.


Ursprung von Zanshin aus dem Zen-Buddhismus


Der Zen-Buddhismus oder zen zielt immer auf das Handeln im gegenwärtigen Augenblick,

und umfasst auf diese Weise Gefühl, Denken und Empfinden.

Dadurch ist eine der wichtigsten Aufgaben des Zen Schülers die fortgesetzte,

vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments,

eine vollständige Achtsamkeit ohne eigenes Urteil.


Diesen Zustand soll der Zen-Schüler nicht nur während der Meditation (zazen),

sondern in jedem Augenblick seines Lebens beibehalten.

Als im Jahr 12. Jahrhundert der Zen nach Japan kam fand er besonders Anhänger unter den Samurai,

die mit Zen lernten, nicht mehr um jeden Preis am Leben festzuhalten.


Hierdurch floss das Wesen des Zen in die Kampfkünste.

Die Erkenntnis der absoluten Realität war somit auch eines der wichtigsten Lehrinhalte der Samurai.

Im Zen nennt man diesen Zustand Satorie. In den Kampfkünsten ist Zanshin, Mushin und Isshin

mit diesem Zustand verbunden. Die Verknüpfung all dieser drei Zustände trägt den Namen Kokoro.


Zanshin im Alltag


Im Alltag zanshin zu bewahren bedeutet in allem was wir tun

(arbeiten, essen, Geschirr spülen, in Beziehungen mit anderen usw.) gegenwärtig zu sein.

Kein Gedanke verweilt in der Vergangenheit oder Zukunft.


Man ist präsent. Im Hier und Jetzt. Durch diese Haltung gibt es keine Anhaftung

mehr an Dinge, Personen oder Wunschvorstellungen. Der Geist ist leer (mushin).

Man könnte auch sagen, dass Zanshin ein Wächter über unsere Gefühle und Gedanken ist.

Immer wenn wir von dem was wir tun abweichen, weil unsere Gedanken oder Emotionen uns vom Jetzt ablenken,

ist er es, der uns aufweckt und zurück in die Präsenz bringt.


„Der höchste Mensch gebraucht sein Herz wie einen Spiegel.

Er geht den Dingen nicht nach und geht ihnen nicht entgegen; er spiegelt sie wider,

aber hält sie nicht fest. Darum kann er die Welt überwinden und wird nicht verwundet.

Er ist nicht der Sklave seines Ruhms; er hegt nicht Pläne; er gibt sich nicht ab mit den Geschäften;

er ist nicht Herr des Erkennens. Er beachtet das Kleinste und ist doch unerschöpflich

und weilt jenseits des Ichs. Bis aufs Letzte nimmt er entgegen, was der Himmel spendet,

und hat doch, als hätte er nichts. Er bleibt demütig.“


- Zitat aus: Wilhelm, Dschuang Dsi – Das wahre Buch vom südlichen Blütenland.


Quelle: Budopedia -

http://www.budopedia.de/wiki/Zanshin



Kleiderordnung und Gurtsystem


Alle Schüler (Deshi) tragen von Anfang an einen schwarzen Gurt

und einen Schwarzen Gi.


Man beginnt mit dem weißen Streifen, dem 10. Kyu der auf den Gurt aufgebracht wird.

 

10. Kyu - Weiß


9. Kyu - Gelb


8. Kyu - Gelb/Orange


7. Kyu - Orange


6. Kyu - Orange/Grün


5. Kyu - Grün


4. Kyu - Grün/Blau


3. Kyu - Blau


2. Kyu - Blau/Braun


1. Kyu – Braun

 

Schwarz 1.- 10. DAN



Unsere Dōjōkun - Verhaltensregeln und Etikette


In unserer Kampfkunst Kwon Ki Do, praktizieren und lehren wir das gleiche Verständnis der  Dojokun des BSK (von Sensei Werner Lind) und der shōtō nijūkun von Sensei Gichin Funakoshi. In den nachfolgenden Texten (Quelle Budopedia) findet man einige geschichtliche Hintergründe zu diesen wichtigen Verhaltensreglen, ihrer Entstehung und deren Sinn.


Die Grundregeln vorab schon hier im Vorspann:


  1. Verhältnis zu sich selbst - Suche nach der Vervollkommnung deines Charakters
  2. Verhältnis zur Welt - Sei aufrichtig, loyal und zuverlässig
  3. Wege des rechten Strebens - Sei achtsam in deinem Streben
  4. Verhaltensetikette - Ehre die Prinzipien der Etikette
  5. Gewaltloses Handeln - Verzichte auf Gewalt


Dōjōkun (jap.: 道場訓) bezeichnet ein Paket praktischer Anleitungen zur Übung der rechten Haltung (shisei) und des rechten Verhaltens in den Kampfkünsten. Seit altersher ist es in den Kampfkünsten üblich, die körperliche Übung durch ein adequates Paket von philosophischen Gedanken und Lebensanleitungen begleiten zu lassen, die dem Übenden Sinn und Maß in seiner Lebensbewältigung geben.


Diese aufgeschriebenen Anleitungen bezeichnet man in den Kampfkünsten als dōjōkun.<br.>Frühe Konzepte gab es bereits im Shǎolín-Kloster (Shǎolínsì), sie pflanzten sich durch die Jahrhunderte fort und etablierten sich als philosophische Lehrkonzepte in allen Stilen. Immer bestanden sie aus Anleitungen zur Übung des rechten Verhaltens und der rechten Haltung (shisei). Richtig verstanden schafften sie die Verbindung zwischen der Philosophie des Weges () und der formalen Technik (waza) und gewährleisteten, dass die Erkenntnisse über den Weg nicht im Intellekt verhaftet blieben, sondern in der persönlichen Haltung des Übenden sichtbar wurden.


Dōjōkun - Form und Sinn


Es gibt keine einheitliche dōjōkun, sondern nur ein allgemeines Prinzip, dass von den jeweiligen Lehrern verwendet wird, um ihre Schüler in den philosophischen Lehren auszubilden. Die dōjōkun ist der vom Budo-Geist geforderte Auftrag, den Weg nicht nur zu verstehen, sondern zu leben und das persönliche Verhalten an seiner übergeordneten Wirklichkeit zu messen.


Sie ist das Zentrum der geistigen Wegübungen, und überall dort, wo sie fehlt, wird budō zur Form.<br.>Die Leitsätze der dōjōkun und ihre lenbensbegleitenden Anleitungen (kaisetsu) werden dann, wenn sie in der Selbstübung verwendet werden, zum Maßstab für den Fortschritt auf dem Weg.


Fortgeschrittene entwickeln durch diese Übung einen reifen Geist und verbinden erkenntnisfähiges Denken mit dem entsprechenden persönlichen Verhalten. Übende, die in der dōjōkun nur das theoretische Verständnis statt einer Verhaltensübung sehen, können keine Fortschritte machen.


Im bloßen Lernen und Interpretieren ohne Nachdenken über die eigene Haltung liegt kein Wert.<br.>Für den Fortgeschrittenen ist die dōjōkun das unangefochtene Zentrum seiner Übung und die tiefste Quelle seiner geistigen Inspiration, durch die er sich im ständigen Kampf um Erkenntnis und Selbsterkenntnis bemüht.


Durch die dōjōkun wird ein „Budō-Leben“ möglich, in dem die wahren Werte des budō erst sichtbar werden.


Geschichte der Dōjōkun


Der Ursprung der dōjōkun liegt in den Anfängen der Kampfkunst im alten Shǎolín-Kloster. Man vermutet, dass die erste dōjōkun bereits von dem indischen Mönch Bodhidharma im Shǎolín-Kloster geschaffen wurde.<br.>Seit altersher gibt es das Prinzip der dōjōkun. Die Übung der Kampfkünste von kontemplativen und ethischen Regeln begleiten zu lassen, war bereits im Shǎolín-Kloster üblich. Die Praktik pflanzte sich über die Jahrhunderte fort und integrierte sich schließlich als fester Bestandteil der Ausbildung.


Regeln in China


Bereits früh hatte man erkannt, dass dem gefährlichen quánfǎ eine zügelnde Ethik hinzugefügt werden musste. Bodhidharmas Verhaltensregeln gründeten sich auf die Tugenden Disziplin, Selbstbeherrschung, Bescheidenheit und Achtung vor dem Leben. Später erweiterte Jue Yuan die bis dahin bestehenden 72 Kampfverfahren des Shǎolín auf 170 Bewegungen und schuf mit Hilfe von Li Cheng und Bái Yù Fēng die Shǎolín-Tierstile (wǔqínquán - „Fünf Tierfäuste“).


Zehn Regeln des Jué Yuǎn


Ausgehend von Bodhidharmas Regeln, schuf Jué Yuǎn für die Shǎolín-Schüler zehn Regeln, die als wǔdé bezeichnet werden. Diese wurden überliefert und gelten als die erste dōjōkun, die im nachhinein das gesamte philosophische Spektrum der Kampfkünste prägen sollte:


  1. Wer den Weg des quánfǎ geht, muss mit Eifer und Ausdauer an sich arbeiten und darf keine Ablenkung durch andere Dinge zulassen.
  2. Die Anwendung des quánfǎ dient nur der Selbstverteidigung.
  3. Der Schüler muss sich dem Lehrer gegenüber ehrerbietig und bescheiden erweisen und ihm stets Hochachtung entgegenbringen.
  4. Der Schüler muss seinen Kameraden gegenüber höflich, ehrlich und wohlwollend sein.
  5. Übenden des quánfǎ ist es verboten, in der Öffentlichkeit ihre Kunst zu demonstrieren.
  6. Quánfǎ-Schüler beginnen nie eine Schlägerei.
  7. Quánfǎ-Schüler trinken keinen Wein und essen kein Fleisch.
  8. Quánfǎ-Schüler enthalten sich des Geschlechtsverkehrs.
  9. Das quánfǎ darf nur an Menschen weitergegeben werden, die reinen Herzens sind und aufrichtige Dankbarkeit zeigen.
  10. Wer das quánfǎ studiert, muss Bosheit, Gier, Neid und Prahlerei überwinden.


Fünf grundlegenden Anleitungen


In den nachfolgenden Schulen des quánfǎ entwickelten die Lehrer nach altem Vorbild jeweils eigene Kampfkunstregeln, die auf die Eigenheiten der Stile und des Umfeldes abgestimmt waren, in dem sie agierten. Fünf Grundsätze bildeten sich immer mehr heraus. Hier die Regeln einer alten Quánfǎ-Schule, die zunehmend zum Standard wurden:


  1. Bemühe dich um einen Ausgleich deines Äußeren: Haltung, Kleidung, Benehmen und sprachliche Umgangsformen sollen übereinstimmen.
  2. Bewahre Stattlichkeit in der Haltung und in der Sprache. Begegne anderen mit Selbstvertrauen, Natürlichkeit und ständigem Wohlwollen.
  3. Kontrolliere dich und lasse Veränderungen der eigenen Laune nicht durch Gestik, Mimik oder Haltung erkennen. Bewahre gleichmäßige und angenehme Umgangsformen.
  4. Erhalte Munterkeit und positive Laune. Zeige keine Anzeichen von Müdigkeit.
  5. Erhalte Disziplin und Selbstdisziplin in allen Lagen.


Überlieferung nach Okinawa


Die Überlieferung der dōjōkun nach Okinawa fand unter schwierigen Bedingungen statt, da den Okinawanischen Kampfsystemen anfangs alle Voraussetzungen zur Veränderung ihrer kriegerischen Systeme zu einer Kampfkunst fehlten. Erst im 18. Jh. fanden durch chinesische Einflüsse jene Prozesse statt, die die Entstehung einer Okinawanischen Kampfkunst ermöglichten.


Sakugawas Leitsätze


Auf der Grundlage chinesischer Vorbilder erschuf Sakugawa Shungō im 18. Jahrhundert auf Okinawa erste ethische Regeln für die Übenden des tōde. Diese Regeln wurden nie aufgeschrieben und sind heute nicht nachweisbar. Man vermutet jedoch, dass es sich um die Übertragung der fünf chinesischen Leitsätze handelt:


  1. Vervollkommne deinen Charakter.
  2. Sei aufrichtig und loyal.
  3. Sei strebsam.
  4. Achte die Etikette.
  5. Verzichte auf Gewalt.


Überlieferung nach Japan


Ob man von einer Überlieferung der okinawanischen dōjōkun nach Japan sprechen kann, ist umstritten. Im japanischen bujutsu gab es lange vor der Einführung des karate eigene kontemplative Leitsätze (kaisetsu), die von den Bujutsu-Lehrern zur geistigen Disziplinierung ihrer Schüler verwendet wurden. Außerdem gab es jahrhundertelange Debatten, Ausführungen und Veröffentlichungen über bushidō (Weg des Kriegers), durch die die Ethik des japanischen Kriegertums bereits im 16. Jh. gegründet und gefestigt wurde. Zu nennen sind z.B. hagakure oder buke shohatto.<br.>Die Überlieferung eines okinawanischen Ethiksystems spielte daher in den japanischen Kampfkünsten kaum eine Rolle. Funakoshi interpretierte seine Regeln haupsächlich aus japananischen Einflüssen.


Funakoshis shōtō nijūkun


Als Meister Funakoshi Gichin nach Japan kam, gründete er eine eigene dōjōkun, die unter der Bezeichnung shōtō nijūkun bekannt wurde. Sie setzt sich aus japanischen Leitsätzen (kaisetsu) zusammen, die dann, wenn sie in der Selbstübung verwendet werden, zum Maßstab für den Fortschritt auf dem Weg werden.<br.>Diese Regeln wurden von Meister Funakoshi wahrscheinlich zu Beginn der 30er Jahre verfasst. Untenstehend die Originalwiedergabe von Richard Kim, übersetzt von Ursel Arnold.


  1. Karatedo wa rei ni hajimari, rei ni owaru koto o wasuruna - Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt.
  2. Karate ni sente nashi - Im Karate gibt es keinen Angriff.
  3. Karate wa gi no tasuke - Karate ist ein Helfer der Gerechtigkeit.
  4. Mazu jiko wo shire, shikoshite tao wa shire - Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
  5. Gijutsu yoi shinjutsu - Intuition ist wichtiger als Technik.
  6. Kokoro wa hanatan koko wo yosu - Lerne deinen Geist zu kontrollieren und befreie ihn erst danach.
  7. Wazawai wa getai ni shozu - Unglück geschieht immer durch Unachtsamkeit.
  8. Dojo nomino karate to omou na - Glaube nicht, dass Karate nur im Dojo stattfindet.
  9. Karate no shugyo wa issho de aru - Karate üben heißt, ein Leben lang zu arbeiten; darin gibt es keine Grenzen.
  10. Arai-yuru mono wo karateka seyo, soko ni myo-mi ari - Verbinde dein alltägliches Leben mit Karate, dann wirst du Myo finden.
  11. Karate wa yu no goto shi taezu netsudo wo ataezareba moto no mizu ni kaeru - Wahres Karate ist wie heißes Wasser, das abkühlt, wenn du es nicht beständig erwärmst.
  12. Katsu kangae wa motsu na makenu kangae wa hitsuyo - Denke nicht ans Gewinnen, doch denke darüber nach, wie du nicht verlierst.
  13. Teki ni yotte tenka seyo - Verändere ständig deine Verteidigung gegenüber dem Feind.
  14. Tattakai wa kyo jitsu no soju ikan ni ari - Der Kampf entspricht immer deiner Fähigkeit, mit Keyo und Jitsu umzugehen (keyo - unbewacht, jitsu - bewacht).
  15. Hito no te ashi wo ken to omoe - Stelle dir deine Hand und deinen Fuß als Schwert vor.
  16. Danshi mon wo izureba hyakuman no teki ari - Wenn du den Ort verläßt, an dem du zu Hause bist, machst du dir zahlreiche Feinde.
  17. Kamae wa shoshinsha ni ato wa shizentai - Anfänger müssen alle Haltungen ohne eigenes Urteil annehmen, um danach einen natürlichen Zustand des Verstehens zu erreichen.
  18. Kata wa tadashiku jissen wa betsu mono - Die Kata muss ohne Veränderung korrekt ausgeführt werden, im wirklichen Kampf gilt das Gegenteil.
  19. Chikara no kyojaku (hart und weich) Karada no shinshuku (Spannung und Entspannung) Waza no kankyu wo wasaruna (langsam und schnell) - alles in Verbindung mit der richtigen Atmung.
  20. Tsune ni shinen kufu seyo - Erinnere dich und denke immer an Kufu - lebe diese Vorschriften jeden Tag.


Dōjōkun des BSK


Im Budo Studien Kreis (BSK) wurden die überlieferten Versionen der dōjōkun neu überarbeitet und in fünf übergeordnete Kapitel zusammengefasst:


  1. Verhältnis zu sich selbst - Suche nach der Vervollkommnung deines Charakters
  2. Verhältnis zur Welt - Sei aufrichtig, loyal und zuverlässig
  3. Wege des rechten Strebens - Sei achtsam in deinem Streben
  4. Verhaltensetikette - Ehre die Prinzipien der Etikette
  5. Gewaltloses Handeln - Verzichte auf Gewalt


Quelle: Budopedia - http://www.budopedia.de/wiki/D%C5%8Dj%C5%8Dkun

News und Ankündigungen

Herzlichen Glückwunsch zur Bestandenen Prüfung zum 9. Kyu Kwon Ki Do am 16.09.2020

Ankündigung


Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie, finden alle Kurse Online statt.

Bitte meldet euch diesbezüglich über dei VHS Deidesheim an.


Ab Januar 2021


Shin Ki Kuatsu - gesundes Bewegen der Gelenke und Muskeln.


Shin bedeutet „Geist, Herz, Gemüt“ – Ki bedeutet „universelle Energie, Lebenskraft“ – Kuatsu bedeutet „Technik des Lebens, Rückkehr des Lebens“.


Die Corona Pandemie verlangt von uns allen viel ab. Deshalb möchten wir Ihnen mit diesem Kurs eine Möglichkeit bieten, online, ohne von zu Hause weg zu müssen etwas für Ihre Beweglichkeit und Gesundheit tun zu können.


Yaron Shelby Perez kombiniert in diesem Kurs seine über Jahrzehnte gesammelte Erfahrung und sein Wissen aus den Bewegungslehren der traditionellen asiatischen Kampf- und Bewegungskünste, sowie aus alternativen westlichen Bewegungs- und Gesundheitslehren.


Er ist Sportrehabilitationstrainer/Therapeut, Psychotherapeut, Fitnesstrainer B, Reha Trainer für Cardio Fitness, sowie Kampfkunstlehrer mit 32 Jahren Erfahrung und Träger mehrerer Schwarzer Gurte und DAN Grade in verschiedenen Stilen.


Das Übungskonzept enthält Elemente aus Tai-Chi, Qi-Gong, Yoga, Kwon Ki Do, Karate Do, Kung Fu, Sportrehabilitation, Stretching, Wirbelsäulengymnastik, Aufmerksamkeits- und Atemtraining. Die einzelnen Bestandteile sind zu effektiven und Gesundheitsfördernden Bewegungen und Bewegungsabläufen zusammengefasst.


Geeignet für Menschen jeden Geschlechts und Alters. Ab 16 Jahren."



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